Transatlantik West

StonehengeEine Reise, welche schon lange auf der Wunschliste stand und dann ganz spontan umgesetzt wurde – am 30.10.15 gebucht und am 01.11.15 um 6.00 Uhr morgens mit einem Flug von Köln nach London-Stansted gestartet. Die Landung fand im völligen Nebel statt und später erfuhren wir, dass danach alle Flughäfen von London erstmal gesperrt wurden und das Schiff sogar auf viele Nachzügler gewartet hat. Wir haben dann im Nebel unseren Mietwagen gesucht und sind mit kleiner Geschwindigkeit auf die Autobahn Richtung Stonehenge gefahren. Die Steine wirkten bei diesem Wetter sehr mystisch und so saßen wir später total  durchnäßt aber glücklich und zufrieden mit den Eindrücken beim Tee im Visitors Café.

Danach ging es weiter Richtung Southampton, wo „unser Schiff“ Celebrity Eclipse endlich in voller Größe vor uns lag. Schnell die Koffer abgegeben und dann von der Vermietstation in 10 Minuten zu Fuß zurück zum Pier. Wir hatten die letzte verfügbare Kabine in der Aqua Class gebucht, diese hat unter Anderem den Vorteil eines eigenen kleines Restaurants mit einer begrenzten Anzahl von Gästen. So konnten wir jeden der folgenden 6 Seetage mit einem fantastischen Frühstück mit Smoothies, Müsli- Zubereitung am Tisch und vielen leckeren Dingen mehr genießen, die Mitarbeiter haben uns jeden Wunsch von den Augen abgelesen. Während unser fleißiger Room Steward – gefühlt immer im Dienst – unsere Kabine aufgeräumt hat, saßen wir bei der Morgenlektüre in der Bibliothek und danach ab ins Fitness-Studio. Durch die vielfältigen Möglichkeiten an Bord kam nie Langeweile auf, die Restaurants bieten alle ein Essen in Spitzenqualität, unser Favorit nach wie vor das „Qsine“. Das Wetter war der Jahreszeit entsprechend regnerisch, der Seegang absolut im Rahmen. Als das Schiff die Untergangsposition der „Titanic“ kreuzte, machte sich ein trauriges Gefühl breit und man konnte und mochte sich nicht vorstellen, was damals abgelaufen ist. An Bord gab es viele interessante Vorträge über die Titanic, daher war einem die Thematik durchaus präsent.

Nach einer Woche Entspannung steuerten wir – bei strahlendem Sonnenschein und 12 Grad – mit Boston wieder Land an. Ein Shuttle Service brachte uns Downtown, von dort sind wir zu Fuß zum MIT marschiert und haben uns in den Räumlichkeiten wie Studenten gefühlt und sind zurück durch einige Parks und Shops gebummelt. Boston ist eine schöne Stadt mit vielen Sehenswürdigkeiten, die wir vor einiger Zeit ausgiebiger erkundet haben.

FreiheitsstatueSkyline New YorkDer nächste Tag wurde mit Spannung erwartet, denn „wir waren noch niemals in New York“. Gegen 14.00 Uhr – schon wieder strahlender Sonnenschein – erschien die Silhouette von Manhattan am Horizont und um 15.00 Uhr begrüßte uns die Freiheitsstatue – ein unvergesslicher Moment. Wir glitten wie ein eigenes Hochhaus den Hudson River entlang und ein Foto jagte das nächste. Von unserem Liegeplatz am Pier 90 konnten wir einfach geradeaus Richtung Rockefeller Center gehen und haben uns Tickets für das Observation Deck gekauft, die Wartezeit von 1,5 h nutzen wir mit einer kurzen Erkundung des Times Square mit seinen funkelnden Lichtern. Auf dem Rockefeller Center hatten wir einen atemberaubenden BlicIMG_3100k – überall leuchtende Wolkenkratzer – das Empire State Building in Magenta :). Nur der Central Park lag riesengroß im Dunklen. Glücklicherweise blieb unser Schiff über Nacht, sonst hätten wir vielleicht die Zeit vergessen…. Am nächsten Morgen sind wir mit einer Fähre – Umkreisung der Freiheitsstatue inklusive – nach Manhattan gefahren. Vom Battery Park ging es zu Fuß – dem Anlass entsprechend bei strömenden Regen – über die Wall Street zum 9/11 Memorial, wo einem nochmal hautnah die Tragweite dieser Tragödie bewußt wurde. Beim Besuch der nahegelegnen Trinity Church konnte man kaum glauben, dass diese unbeschädigt blieb. Leider wurde es dann Zeit für den Abschied von New York – diesmal liefen wir bei Dunkelheit aus und konnten wieder neue unglaubliche Bilder genießen. Hier müssen wir unbedingt nochmal länger hin…….

Unser Schiff nahm Kurs auf die Bermudas und je näher wir kamen, umso blaugrüner wurde das Wasser und die Temperaturen stiegen, plötzlich waren die Sonnenplätze gefüllt. Vom Pier aus verkehrte ein öffentlicher Bus, der uns für wenig Geld mit einer Stunde Fahrzeit nach Hamilton gebracht hat. Wir haben uns wie in England (in warm) gefühlt und die City erkundet und viele Männer gesehen, die mit Bermuda Shorts, Business Hemd und Krawatte zur Arbeit gingen – sah super aus! Von dort ging es weiter mit dem nächsten Bus nach St. George an den obersten Punkt der Inselgruppe. Zurück haben wir dann eine Fähre genommen, die direkt am Pier anlegte. Alles war sehr schön und gepflegt, die Strände sollen sensationell sein, leider war die Saison zu Ende.

Jetzt ging es wieder zurück Richtung USA Ostküste – das nächste Highlight stand mit Port Canaveral auf dem Programm. Wir haben auf dem Schiff eine Tour zum Kennedy Space Center gebucht, da dieses mit anderen Verkehrsmitteln schlecht zu erreichen ist und gleichermaßen eine Führung dabei war. Zuerst ging es in einen Raum mit vielen Original Monitoren, wo der Start der Apollo11 sehr beeindruckend nachgespielt wurde. Im nächsten Raum gab es verschieden riesige Raketen Modelle. Nächster Stop war dann ein eigenes Atlantis Museum mit dem Original Shuttle an der Decke hängend und vielen Simulatoren. Draußen auf dem Gelände gab es den sogenannten Rocketpark, wo viele verschieden Arten von Raketen ausgestellt waren. Abschließend noch ein Besuch im 3D Kino, wo man „live“ bei der Reparatur einer Raumsonde dabei war. Ein toller Ausflug, den wir jedem empfehlen können. Nicht zu vergessen – auf der Fahrt dahin konnten wir verschiedenste Tiere wie z.B. Alligatoren beobachten.

Leider sind die 14 Tage blitzschnell vergangen und so legten wir dann in Miami an, mit Abflug nach Hause. Eine Reise, die unsere Erwartungen voll erfüllt hat, Wiederholung nicht ausgeschlossen 🙂

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