Aloha Hawaii

Endlich ist es soweit – unser Hawaii Revival nach 13 Jahren. Diesmal soll alles anders werden, mehr relaxen, mehr Aloha und mehr Zeit, um die Reise in vollen Zügen zu genießen.

Unser erster Flug geht mit Condor von Frankfurt nach Vancouver, eine Stadt, die immer wieder eine Reise wert ist. Das gewählte Hyatt Hotel liegt sehr zentral in alle Richtungen. Wir machen nach Ankunft erstmal einen Abstecher zur Waterfront, wo das Bergpanorama und die Wasserflugzeuge locken.

Für den nächsten Morgen haben wir einen Ausflug zur „Sea to Sky Gondola“ gebucht, der Bus hält direkt am Hyatt und nach 1 1/2 Stunden entspannter Fahrt mit Aussicht erreichen wir die Gondel. Oben erwartet uns ein fantastischer Ausblick über die Berge und Seen. Wir fangen mit dem Panorama-Trail an und spazieren entspannt durch die Natur, aufgrund des mittelmäßigen Wetters sind wenige Leute unterwegs und es herrscht eine wohltuende Ruhe. Danach bleibt uns noch genug Zeit für den Wonder-Boardwalk. Der Weg dorthin ist etwas anspruchsvoller und geht tief in den Wald hinein. Der Boardwalk aus Holz  ist rund um einen verwunschenen See gebaut, die Bäume spiegeln sich im Wasser und die Atmosphäre ist magisch. 

Aussicht Sea to Sky Gondola
Wonder-Boardwalk

Am nächsten Morgen bleibt noch etwas Zeit für einen kleinen Bummel mit Stop am Canada Place, wo „unser“ Schiff Celebrity Solstice schon angelegt hat und auf die neuen Passagiere wartet. Leider hat ein Dauerregen eingesetzt, so dass wir die Ausfahrt nur von innen genießen können.  Nach den tollen Eindrücken in Vancouver haben wir jetzt 5 Seetage Zeit, um uns an die Zeitumstellung zu gewöhnen und einfach in den Tag hineinzuleben. Ein Highlight ist der tägliche Ukulele Kurs mit Gesang. Anfangs erschien es unmöglich, aber wir haben mit viel Spass und Übung ein kleines Lied geschafft. 

Die Zeit verging wie im Fluge und an Tag 6 heißt es dann wieder „Land in Sicht“, unser erster Hafen ist Hilo. Wir machen einen Ausflug in den Volcano Park und besuchen ein Weingut direkt am Fuße des Vulkans, der sich zum Glück ruhig verhält. Einige Gläser Wein später machen wir noch einen Stop an den Akatsuka Orchid Gardens, wo Orchideen in allerlei Formen und Farben zu bestaunen sind, besonders interessant ist eine spezielle Züchtung, die nach Kakao/Schokolade riecht. Den kleinen Souvenir Shop kann ich sehr empfehlen, schöne und hochwertige Dinge mit gutem Preis/Leistungsverhältnis.

Am nächsten Morgen ankern wir in Kona, wo wir zuerst die „Original Hawaiian Chocolate Factory“ besuchen und lernen, wie aus Kakaobohnen eine wohlschmeckende Schokolade wird. Danach geht es weiter zur „Natural Soap Company“, die inmitten eines ursprünglichen Gartens mit wunderschönen Pflanzen und Blüten liegt. Es gibt eine große Auswahl an tollen Seifen aus natürlichen Zutaten, ein tolles Mitbringsel für zuhause. 

Kona

Last but not least der beste Stopp bei „Kona Joe Coffee“. Hier hätten wir stundenlang verweilen können, eine Terrasse mit fantastischer Aussicht inmitten von Kaffeebäumen und dem Genuss von einem sehr wohlschmeckendem Kaffee, direkt vom Strauch in die Tasse – ein Erlebnis, dass seinesgleichen sucht. Der einzige negative Punkt: wir haben viel zu wenig Kaffee zum Mitnehmen gekauft. 

Kona Joe Coffee

Zurück am Hafen steht noch ein wichtiger Shopping Punkt auf der Liste: wir kaufen  unsere eigene Ukulele und können so das Hawaii Feeling mit in unser Wohnzimmer nehmen. 

Die nächste Insel ist Maui und wie vor 13 Jahren haben wir uns wieder für einen Ausflug nach Hana entschieden. Die Fahrt dauert einige Stunden und führt uns über eine schmale Straße mit vielen Serpentinen und hinter jeder Kurve zeigt sich ein neuer atemberaubender Ausblick auf die Natur. Unzählige Wasserfälle säumen die Straße, Bäume, Blumen und Blätter in allen Farben und Größen, üppige Natur im Überfluss. Dazu das Meer, welches in vielen Blau- und Grüntönen schimmert, mal ungebremst und wild das steinige Ufer bricht oder in sanften Wellen schwarze Strände umspült. Im Licht der Abendsonne haben wir die Schildkröten am Ho’okipa Beach Park bestaunt, die auf den ersten Blick wie große graue Steine aussehen. Ein würdiger Abschluss für diese Tour.

Road to Hana
Road to Hana
Road to Hana
Turtles

Unser Schiff bleibt über Nacht in Maui und wir können am nächsten Morgen noch durch die Strassen von Lahaina mit unzähligen Geschäften und Restaurants bummeln, den riesigen Banyan Tree bewundern, der Wohnort für unzählige Vögel mit ohrenbetäubender Geräuschkulisse ist. 

Nach 10 Tagen an Bord heißt es nun Abschied nehmen. Wir legen in Honolulu an und machen direkt einen Abstecher nach Pearl Harbour. Ein geschichtsträchtiger Ort mit vielen Ausstellungsstücken, Filmen und dem USS Arizona Memorial. Bei strahlendem Sonnenschein und der Naturkulisse ist es schwer vorstellbar, dass wir uns an einem tragischen Kriegsschauplatz befinden. Wir sind froh, dass wir jetzt friedlich mit anderen Touristen aus allen Ländern diesen Ort besuchen können.

Unser nächstes Ziel ist das Kahala Hotel, ein paradiesischer Ort abseits des Trubels. Wir werden mit einem Blumenlanai begrüßt und fühlen uns sofort entspannt. Wir haben uns für die günstigste Zimmerkategorie entschieden und bekommen trotzdem ein riesiges Zimmer mit Blick auf den Golfplatz und dem Diamond Head. Ein Fenster über unserem Bett – wie ein Gemälde – bietet dazu noch das Meer mit all seiner Pracht.

Blick aus dem Zimmer

Die gesamte Hotelanlage lässt keine Wünsche offen, ein feiner Sandstrand mit blaugrünem Meer, dazu noch eine Rasenfläche mit vielen Liegen und Cabanas. Eine Strandbar mit leckeren Snacks und Cocktails, die zum Verweilen einlädt. Im Garten gibt es mehrere Seen, die miteinander verbunden sind, in denen sich Delfine, Schildkröten und bunte Fische tummeln. Das Frühstück ist das erste Highlight des Tages. Wir sitzen bei warmen Temperaturen auf der Terrasse, blicken auf Palmen und das Meer und genießen ein leckeres Frühstück mit ganz viel Kona Kaffee. Natürlich ist das Paradies nicht günstig, aber jeden Cent wert :).

Unser Frühstückstisch

Das Hotel bietet einen regelmäßigen Shuttleservice zum Waikiki Beach und so landen wir mittel im Trubel. Ein wenig Shopping und Sightseeing, dann muss eine Stärkung her und die beste Adresse dafür ist der Hula Grill mit Blick auf den Strand und die unzähligen Surfer. Wöchentlich zwischen 16.45 – 17.45 Uhr wird das Chefs Tasting Menu zu einem Preis von 27,00 $ pro Person angeboten. Wir hatten als Vorspeise einen Caesar Salat, als Hauptgericht einmal Fisch des Tages und einmal Steak sowie zwei verschiedene Nachtische. Als extra Vorspeise gab es noch die Crab Wontons, leckeres Brot mit noch leckererer Sosse. Natürlich durften auch Cocktails und Wein nicht fehlen. Während des Schreibens läuft mir das Wasser im Mund zusammen und ich möchte mich sofort dorthin beamen. Die Atmosphäre, das Meer, ein fantastisches Essen und ab 18 Uhr ein wunderschön kitschiger Sonnenuntergang – mehr geht nicht und wir mussten am nächsten Abend wieder hin.

Leider sind die Tage des seligen Nichtstuns ruckzuck vorbei und wir starten mit Hawaiian Airlines Richtung Las Vegas, Flugzeit 5 Stunden mit Rumpunsch im Getränkeservice :).

Landung in Las Vegas um Mitternacht und ab ins gebuchte Wynn Hotel, wo im Casino noch das Leben tobt. Unser Zimmer liegt im 28. Stock und bietet eine Aussicht über den glitzernden Strip. Wir sind aber noch im Relaxmodus und möchten lieber wieder Palmen und Meer. Am nächsten Tag starten wir vorsichtig in das Getümmel und finden im Lago Restaurant/Bellagio eine kleine Oase in Form einer Außenterrasse, wo wir bei einem leckeren italienischen Menü die Wasserspiele beobachten können. Am Abend steht noch ein super Konzert von Lionel Richie auf dem Programm – ein würdiger Abschluss für diese Reise der Superlative.

Las Vegas


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